Die Alapin-Variante mit 1.e4 c5 2.c3 ist eine der cleversten Antworten auf die Sizilianische Verteidigung. Statt sich in den Theorie-Dschungel des Offenen Sizilianers zu begeben, baut Weißf ein starkes Zentrum mit d4 auf.
Nach 2...d5 greift Schwarz sofort das Zentrum an. Nach 4.cxd4 können scharfe Isolani-Stellungen entstehen; in Systemen mit e6, Sf6 und Sc6 empfiehlt Isaac Garner das moderne Sa3, von wo der Springer nach b5 zieht und mit Sc7 eine Gabel droht. Weißf strebt nach Entwicklungsvorsprung und langfristigem Druck am Damenflügel.
Nach 2...Sf6 – dem unter Großfmeistern häufigsten Zug – folgt 3.e5 Sd5, und hier empfiehlt Garner 4.Lc4 statt des geläufigeren d4. Weißf behält so maximale Flexibilität. Nach Sb6 Lb3 entstehen je nach schwarzer Fortsetzung unterschiedliche Komplexe und gerade nach 5...c4 auch sehr zweischneidige Stellungen.
Im Kapitel Nebenvarianten werden andere zweite Züge für Schwarz wie e5 oder e6 vorgestellt und am Ende des Kurses finden sie eine Vielzahl an Übungsaufgaben mit Stellungen die aus dem vorgestellten Repertoire stammen, und sie vor taktische oder strategische Entscheidungen stellen.